Fehleinschätzungen

  1. Katzen sind keinesfalls launisch oder hinterlistig, sondern reagieren lediglich auf die verschiedensten Einwirkungen aus der Umwelt sehr sensibel. Außerdem zeigen sie jede Gefühlsregung mit ihrer Körpersprache an und warnen somit immer vor. Bei einer periodischen Wetteränderung sind sie meist eher schläfrig, während ein aperiodischer Umschwung die Katze eher ruhelos macht.
  2. Katzen gehorchen zwar nicht aufs Wort wie Hunde, aber manche Unarten kann man ihnen trotzdem abgewöhnen.
  3. Katzen schenken zwar ihrem Halter in der Regel die meiste Sympathie, aber schließen auch Mitbewohner, die mit ihnen spielen, schmusen und für sie sorgen, in ihr Herz.
  4. Katzen haben keinen Eigengeruch und riechen nur dann unangenehm, wenn sie an einer schweren Stoffwechselstörung leiden oder eine eitrige Zahnfleischentzündung haben. Das einzige, das streng riecht, ist der Urin eines unkastrierten Katers, den er zum Markieren verspritzt. Wenn es in der Wohnung nach “Katze” riecht, ist das die nicht häufig genug gereinigte Katzentoilette.
  5. Katzen werden nach der Kastration nicht dick und faul, sondern bleiben neugierig, interessiert und schlank. Sie werden dem Menschen gegenüber anschiegsamer, zärtlicher und wirken insgesamt ausgeglichener. Nehmen kastrierte Katzen zu, stimmt mit der Fütterung etwas nicht.
  6. Katzen fressen nur Zimmerpflanzen, um verschluckte Haarballen ausscheiden zu können, wenn sie kein Katzengras oder Malzprodukte bekommen. Sie benutzen Möbel und Tapeten zum Kratzen dann, wenn sie keine andere geeignete Kratzgelegenheit haben.
  7. Auch, wenn sich zwei Katzen, die Zeit besser vertreiben können, in der sie allein sind, brauchen sie genauso viel Zuwendung wie eine einzelne. Sie beginnen sonst durch unangemessenes Verhalten die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
  8. Nicht jede Katze ist wasserscheu, sondern manche lieben tropfende Wasserhähne oder Zimmerbrunnen.
  9. Katzen und Hunde sind keine Feinde, sondern die besten Freunde, wenn sie bereits von klein auf aneinander gewöhnt werden. Dann “sprechen” sie die gleiche Sprache.
  10. Katzen sind durchaus in der Lage negative Stimmungen wahrzunehmen und darum sollte ein Halter nicht negativ über seine Katze reden, denn sie ist fähig Zwischentöne aufzunehmen und zu definieren. Böse und abfällige Bemerkungen registriert sie allein aufgrund des Tonfalls, kann sie entsprechend einordnen und reagiert aus Verunsicherung vielleicht mit einem auffälligem Verhalten.

1 Comment

  1. Sehr schön geschrieben,

    es gibt immer noch viel zu viele Vorurteile gegen Katzen und alle resultieren aus Unwissenheit.

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